Nachbericht zur Ausbildung in Erster Hilfe am 11.02.2017

Alle Mitarbeiter des Essener Sportbundes sind verpflichtet, alle 2 Jahre die Erste-Hilfe Ausbildung aufzufrischen, um im Ernstfall sofort helfen zu können.

Dr. Anneliese Rauhut eröffnete die die Fortbildungsveranstaltung mit dem Satz:

„80.- 100.000 Menschen haben ein Herz-Kreislaufversagen im Jahr beim Sport.“

Der Sinn der alle 2 Jahre wiederholende Fortbildung besteht darin, dass jeder Mitarbeiter im Ernstfall einen Hilfsautomatismus entwickelt.

So sind diese 5 Punkte der Leitfaden jeder Ersten-Hilfe-Situation, egal im Sport, Haushalt oder im Straßenverkehr:

– Überblick verschaffen

– Mithelfer aktivieren

– Absichern und Retten

– Notruf 112

– Maßnahmen nach Notwendigkeit ergreifen

Beim Absetzen des Notrufes sollte man sich folgendermaßen verhalten:

  • Wo und was ist passiert?
  • Welche Verletzungen?
  • Und besonders wichtig ist auch das Warten auf Rückfragen.

Wer schon einmal einen Erste Hilfe Kurs besucht hat weiß, dass man an diesem Tag folgende praktische Übungen absolvieren muss:

  • Wiederbelebung
  • Stabile Seitenlage
  • Maßnahmen zur Blutstillung
  • Warmerhaltung
  • Weitere Maßnahmen nach Notwendigkeit

Besonders wichtig ist an so einem Fortbildungstag das Üben der Wiederbelebung. Zunächst muß die bewusstlose, nicht atmende Person auf einem harten Untergrund (Boden) liegen, damit die Herz-Lungenmassage überhaupt effektiv eingesetzt werden kann. Dann sollte man seine Hände auf dem Brustbein ansetzen und mit dem entsprechenden starken Druck im Rhythmus von 30 zu 2 Beatmungen im Wechsel durchführen. Die Eindrücktiefe bei Erwachsenen und Kindern beträgt 5 cm, bei Säuglingen 4 cm, damit das Herz überhaupt erreicht wird. Bei der Beatmung ist es entscheidend, dass der Kopf in eine Überstreckung gebracht wird, damit die Atemwege nicht durch die Zunge verlegt werden.

Wenn ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) griffbereit ist, kann dieser bei Kammerflimmern sehr hilfreich sein. Er ersetzt allerdings nicht die Herz-Lungenmassage!

Dieses technische Gerät ist bei Ankleben der Elektroden in der Lage eine Analyse des Herzrhythmus durchzuführen und empfiehlt dann einen Schock oder eben nicht.

Nach Einsatz dieses Gerätes, aber auch ohne AED muss bei den entsprechenden Verunglückten bis Eintreffen des Arztes die Wiederbelebungssmaßnahme gestartet oder weiter geführt werden.

 

Jeder Mensch ist verpflichtet Erste Hilfe, so gut wie er kann zu leisten und kann beim Nachweiß des Unterlassen rechtlich dafür belangt werden.

In diesem Sinne werden wir alle 2 Jahre unseren Erste Hilfe auffrischen und hoffen, dass wir nicht zu vielen Verunglückten begegnen.

 

Nadja Schulte, Physiotherapieteam Nienhausen

Bild: © Nadja Schulte